Wie lange muss ich als Privatperson Unterlagen aufbewahren?

Für Privatpersonen gelten nur wenige gesetzliche Aufbewahrungsfristen, dennoch sollten Sie bestimmte Dokumente, Rechnungen oder wichtige Belege nicht zu schnell entsorgen.

Bewahren Sie Kaufverträge und Kassenbons mindestens für die Zeit der Gewährleistung oder Garantie auf, die in der Regel zwei Jahre beträgt. Mit den entsprechenden Belegen können Sie bei Reklamationen nachweisen, dass die Frist noch nicht abgelaufen ist.


Im Gegensatz zu Unternehmern und Selbstständigen sind Privatpersonen gesetzlich nicht dazu verpflichtet, Bankbelege aufzubewahren. Halten Sie Kontoauszüge dennoch drei Jahre lang vor, um beispielweise nachweisen zu können, dass Sie eine Rechnung bezahlt haben. Die Frist von drei Jahren entspricht der Verjährungsfrist für Alltagsgeschäfte.

Unterlagen im Zusammenhang mit Versicherungen oder Verträgen, zum Beispiel über einen Kredit, sollten Sie mindestens so lange aufbewahren, wie der Vertrag läuft.


Heben Sie Unterlagen wie Arbeitsverträge, Zeugnisse, Studienbescheinigungen oder Gehaltsabrechnungen mindestens bis zum Renteneintritt auf. So können Sie Ihre Ansprüche für die Rentenberechnung gegenüber dem Rentenversicherungsträger nachweisen.


Eine Aufbewahrungspflicht von zwei Jahren besteht bei Rechnungen, Zahlungsbelegen oder anderen beweiskräftigen Unterlagen, die im Zusammenhang mit Leistungen an einem Grundstück stehen. Hierzu gehören zum Beispiel sämtliche Bauleistungen oder Renovierungsarbeiten. Diese Pflicht besteht, da Behörden zur Bekämpfung von Schwarzarbeit die Vorlage der Rechnungen fordern können.

 

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